bodycheck "koerpertest": an grenzen gehen, kraefte messen, vergleichen, verzieren, an kriterien anpassen, zerschinden, und sportliches koennen... bodycheck - stammt begrifflich aus dem eishockey = das geschossartige rammen und zerbrechen bzw. vernichten des gegners unter zuhilfenahme des eigenen koerpers. bodycheck - in unserem konkreten fall meint sowohl gesellschaftlichen voyeurismus gegenueber sportlern in verschiedenen entwicklungsphasen, aber auch unser kuenstlerisches checken der spielerkoerper und deren veraenderung durch den ausgeuebten sport als zeichen des einsatzes in selbigem. kraeftemessen und koerpereinsatz - spieltrieb, balzverhalten und die institutionalisierung/professionalisierung (kommerzialisierung) und kanalisation von aggression in der eislaufarena, sowie die heroisierung, im maschinisierten teamkoerper unter der vorgabe marginaler, ritualisierter ziele. bodycheck betrifft auch die spieler, welche in der umkleidekabine, in der kraftkammer beim stretchen, beim schleifen ihrer eislaufschuhe sowie bei bemessung der laenge ihres persoenlichen hockeyschlaegers, schon seit kindheit es gewohnt sind, sich zu vergleichen, geheimes, gegenseitiges voyeuristisches beobachten der anderen koerper in den kabinen, sowie das daraus resultierende ergebnis der kampfstaerkenbemessung. bei kulturellen kriterien (was ist schoen, was ist verunstaltung) sind diese masse jedoch zugunsten von gewinn/verlust maximen ausser kraft gesetzt. soll heissen - der gewinner kann auch zahnlos bluten, aber ist dadurch auch schoen, und stolz traegt zeichen dieser kaempfe. militante hormonelle routinen und die aesthetische annaeherung heterosexuell tabusierter beobachtung treffen hier aufeinander. im team intim: nach dem profispiel klausuliert sich das team am liebsten mit den fetischen (ikonen) der vergangenenen schlachten, wimpel und dresse, verblichene photos ehemaliger kameraden werden in den ledercouches glorifiziert, um kraft und konzentration sowie bewusstwerdung der suspendierten individualitaet herbeizufuehren. der vsv ( villach ) ist gegliedert in die verschiedenen altersgruppen: knaben, sumi(superminis) jugend und legisten. die spieler werden nach dem bosman urteil nicht mehr von klein auf als eigentum der vereine betrachtet, zumindest in europa. wir - mit unseren kameraaugen - gehen dorthin, wo funktionaere und fanatische fans keinen einblick haben, und bringen die bilder aus den sportlich intimen zonen, wie es grosse schwestern oder big brothers tun. das privatleben gehoert nunmal an die oeffentlichkeit gezerrt, in unserer oekonomie des augenblicks, in einem entmenschlicht - marktwertschaftlichen prozess, der sportler zwingt ihre koerper der masse, der - brot und spiele - gesteuerten gesellschaftlichen mentalitaet in der linsenfoermigen arena, fuer den preis einer eintrittskarten oder eines fernsehabos, tagtaeglich zu opfern.